Fett-Weg-Spritze - Enzymtherapie

Was versteht man unter der Enzymtherapie?

Bei der Enzymtherapie werden bestimmte Enzyme in die entsprechenden Stellen injiziert oder mit anderen physikalischen Methoden eingebracht. Enzyme sind Stoffe, die im menschlichen Körper verschiedene biochemische Regulationsmechanismen bewirken, unter anderem sind sie für den Abbau bestimmter Substanzen zuständig. Die bei der Enzymtherapie verwendeten Enzyme sind chemisch mit en im menschlichen Körper vorkommenden Enzymen identisch, werden aber aus Bakterienkulturen (wie z.B. auch Hyaluronsäure oder Penicillin) hergestellt, wodurch sich ein hoher Reinheitsgrad erzielen lässt.

Welche Enzyme werden verwendet und welche Wirkungen haben sie?

Es kommen hauptsächlich folgende Enzyme zum Einsatz:

 

  • LIPASE: Baut Fette (Triglyceride) ab. Dabei entstehen zunächst Glycerin und Fettsäuren, die Fettsäuren werden dann weiter abgebaut, bis als Endprodukte nur noch Wasser und Kohlendioxid übrig bleiben. Dies ist auch die natürliche Rolle der Lipase im Körper.
  • KOLLAGENASE: Baut Bindegewebsstränge aus Kollagen ab. Nach dem Abbau alten Kollagens erfolgt ein Signal zur Synthese neuer, elastischer Kollagenfasern. Dieser Kollagenabbau ist von Bedeutung bei der Behandlung der Cellulite, da die dafür typischen Dellen durch Einziehungen durch zusätzlich gebildete Kollagenfasern entstehen. Auch bestehende Narben lassen sich sehr gut mit Kollagenase behandeln.
  • HYALURONIDASE: Baut Moleküle, die der Familie der „Glykoproteine“ zuzuordnen sind, ab. Glykoproteine binden Wasser zwischen den Zellen, ihre Entfernung führt zu einer Verminderung von Wassereinlagerungen im Bindegewebe.

Was sind die Anwendungsgebiete für die Enzymtherapie?

Die Anwendungsgebiete sind sehr vielfältig. Hauptsächlich in folgenden Fällen kann die Behandlung mit Enzymen durchgeführt werden:

  • Reduktion von Fettpölstern im Gesicht und am Körper.
  • Korrektur von nicht ganz perfekten Ergebnissen nach einer Fettabsaugung.
  • Behandlung des unschönen Erscheinungsbildes der Cellulite (mit den Enzymen alle drei Hauptursachen der Cellulite beeinflussen: Fettansammlung, Bindegewebsstränge und Wassereinlagerung im Gewebe).
  • Narben und Dehnungsstreifen

 

Patienteninformation:

Vor der Behandlung 

  • Die Behandlung wird ambulant in der Ordination durchgeführt
  • bei bekannten Allergien (z.B. auf Lokalanästhetikum,Latex, Schmerzmittel...), notieren Sie sich den Namen des Arzneimittels, das die Allergie ausgelöst hat oder bringen Sie Ihren Allergiepaß mit
  • setzen Sie blutverdünnende Medikamente (z.B. Aspirin®, Thomapyrin®, NSARs etc. ) mind. 2 Woche vor dem geplanten Eingriff ab oder wenn Sie nehmen o.g. Medikamente schon seit längeren Zeit > halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt!
  • Geben Sie bekannt ob Sie leiden unter eine Erkrankung (Diabetes mellitus, Autoimmunerkrankung,rezidivierende Infektionen leiden)
  • Vor der Behandlung erfolgt Fotodokumentation

Während der Behandlung 

  • Die Behandlung dauert etwa 45-60 Min
  • Zuerst erfolgt die gründliche Reinigung
  • Während der Behandlung kann es zu einem Brennen kommen.

Nach der Behandlung

  • Kleine Rötungen an der Einstichstelle sind wahrscheinlich, selten können auch kleine blaue Flecken entstehen, die für einige Tage sichtbar bleiben.
  • Vermeiden Sie Gesichtsbehandlungen (z.B. Microneedling, Gesichtsmassagen, Laserbehandlungen) sportliche Aktivität und Hitze (Sonne, Sauna) für mind. 2 Wo. 

In welchen Fällen darf die Enzymtherapie nicht durchgeführt werden?

  • Akute Infektionen,Hautentzündungen in der Umgebung des Behandlungsbereiches
  • Bestehende und durchgemachte Krebserkrankungen
  • Schwangerschaft und Stillperiode
  • Bekannte Neigung zur überschießenden Narbenbildung
  • Blutungsneigung
  • Bitte informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über Ihre Erkrankungen in der letzte Zeit und auch darüber, welche Medikamente Sie einnehmen.

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

 

Da es sich dabei um eine Behandlung mit natürlichen Substanzen handelt, ist sie im allgemeinen sehr nebenwirkungsarm. In Abhängigkeit von der individuellen Situation kann es zu folgenden Erscheinungen kommen, die fast immer von selbst vorübergehen:

 

  • Rötungen an den Einstichstellen
  • Vorübergehende (3-4 Tage) Schwellungen (abhängig von der Dosis).
  • Vorübergehende leichte Schmerzen (in diesem Fall kann ein leichtes Schmerzmittel-zB Ibuprofen-eingenommen werden)
  • selten: vorübergehender Temperaturanstieg
  • wie überall bei Injektionen: Blutergüsse, die sich im allgemeinen von selbst auflösen.

 

Was ist nach der Behandlung zu beachten?

 

Die behandelten Stellen sollen für einige Tage möglichst ruhig gehalten und keiner besonderen Mimik ausgesetzt werden.

An den behandelten Stellen soll ein wirkungsvoller Sonnenschutz aufgetragen werden.

Der Besuch von Sauna und Solarien soll für mindestens 14 Tage unterbleiben.

Allgemeiner Hinweis: Wie die möglicherweise auftretenden unerwünschten Wirkungen individuell ausfallen können, so sind natürlich auch die zu erwartenden Ergebnisse individuellen Schwankungen unterworfen.

Resultate nach ca. 200.000 Behandlungen weltweit haben im allgemeinen sehr schöne Ergebnisse gezeigt, diese können jedoch im Einzelfall weniger ausgeprägt oder sogar nicht zufriedenstellend ausfallen. In diesem Fall besprechen Sie bitte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt das weitere Vorgehen.